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01. Mai 2009 Der Schulexpress


Loxstedt (br). Der Schulexpress in Loxstedt hat Fahrt aufgenommen. Als 50. Schule beteiligt sich die Heinrich-Luden-Grundschule an dieser Aktion. Ein Ziel: Autoverkehr vor der Schule und damit die Gefährdung der Kinder reduzieren.

Der Schulexpress ist ein Angebot an die Eltern, zum sicheren Schulweg beizutragen. Bis heute wurden viele Kinder zum Unterrichtsbeginn mit dem Auto zur Schule gebracht und mittags wieder abgeholt. Dadurch kam es nicht selten zu gefährlichen Verkehrssituationen vor der Grundschule. Mit unterschiedlichen Maßnahmen wie zum Beispiel Halteverbote, Schülerlotsen und Apellen an die Eltern hatte man versucht, den Bring- und Holdienst einzuschränken. Leider ohne durchschlagenden Erfolg. Nun soll es der Schulexpress richten.

Im ganzen Ort wurden deshalb als Treffpunkt für Kinder, die gemeinsam zur Schule laufen wollen Haltestellen eingerichtet, von denen die Kinder einen maximalen Fußweg von 15 Minuten zur Schule haben. Die Eltern bringen ihre Kinder zu einer der Haltestellen. So wird das Parken und Rangieren im Bereich der Schule vermieden und der Verkehr verteilt sich. Gleichzeitig bekommen die Kinder Bewegung und können vor und nach dem Unterricht Sauerstoff tanken, was sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und Gesundheit auswirkt.

Ob der Schulexpress sich bewährt hängt zum großen Teil von den Eltern ab. Das weiß auch Schulleiter Karlheinz Goertz. „Spielen die Eltern mit, klappt die Sache. Die Zukunft wird es zeigen.“ Die Schüler jedenfalls nahmen „ihren“ Express flugs in Betrieb, noch bevor der Schulleiter im Beisein vieler Kinder und der Schulexpress-Initiatorinnen Hanne Notholt und Verena Nölle, Bürgermeister Detlef Wellbrock, Frank Euent und Renate Behrens vom Schulverein sowie Wolf-Dieter Porthaus und Bernd Osterndorf von der Polizei den offiziellen Startschuss gab.

Geschmückte Sammelpunkte
An vielen der zwölf im Ort verteilten, zumeist bunt geschmückten Sammelpunkte trafen sich die Kinder gleich am ersten Morgen, um von dort gemeinsam den Schulweg anzutreten. „Ich bin begeistert und hoffe, das sich die Sache bewährt“, freute sich Goertz. „Mit der Zeit werden es hoffentlich immer mehr Kinder sein, die gemeinsam zu Schule und wieder nach Hause gehen“, meinte er.

Dass hofft auch Bürgermeister Wellbrock, der den Schulexpress als eine ganz tolle Sache bezeichnete und ankündigte, das weitere Schulen mitmachen wollen. Ausdrücklich bedankte er sich bei allen, die mitgeholfen haben, den Express in Loxstedt zum Laufen zu bringen sowie beim Schulverein, der die Hinweisschilder bezahlt hat.

Schulverein fördert
Dessen Vorsitzender Frank Euent erklärte, das der Verein seine Aufgabe nicht nur in der Förderung von Wissensvermittlung, sondern auch in der Förderung sozialer Verhaltensformen der Kinder sehe. „Anders als in früheren Zeiten kommt heute das soziale wie kommunikative Erlebnis des gemeinsamen Schulwegs zu kurz. Zum Großteil geschieht die Zusammenkunft erst im Klassenzimmer, kurz vor Beginn des Unterrichts, ohne vorheriges Bereden der letzten Erlebnisse.“

Der tägliche gemeinsame Schulweg dürfte nicht nur die innere Vorbereitung auf den Unterricht, sondern auch die Vorfreude aufs Zusammentreffen fördern, meint Euent. Weitere Vorteile dürften sich bei Wegfall der Einzelfahrdienste, Verringerung der Umweltbelastungen ergeben, bei erhöhter Verkehrssicherheit am Schulgebäude und gleichzeitiger Förderung der Gesundheit der Kinder.

Nordseezeitung (br), Artikel vom 05.05.09

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